Was ist Zucker

zucker

Was genau ist Zucker eigentlich?

Zucker ist ein natürliches Lebensmittel, welches schon immer in unser Ernährung vorkommt. Kohlenhydrate bestehen aus Zucker und Stärke, die vom Körper in Glukose heruntergebrochen werden. Zucker ist eine wichtige Energiequelle, ganz besonders Glukose. Unser Gehirn benötigt ca. 130g Glukose am Tag um funktionieren zu können.

Einige Zuckerarten kommen in natürlichen Lebensmittel (z.B. Obst, Gemüse und Milch) vor, während andere in Herstellungsprozessen künstlich hinzugefügt werden.

 

Zucker kann in vielen verschiedenen Formen auftauchen

Der Körper kann unterschiedlich gut mit Zucker, der industriell hergestellt wurde und solchem, der in natürlichen Lebensmitteln, wie Obst und Gemüse, vorkommt umgehen.

Zucker wirkt sich somit in seiner Form und Vorkommen unterschiedlich auf unsere Gesundheit aus!

Es gibt viele verschiedene Arten, die unterschiedlich süß schmecken. Wenn wir an Zucker denken, haben wir meist den gewöhnlichen Haushaltszucker vor Augen. Er hat aber viele Geschwister. Zucker kommt als Einfach- Zweifach- und Mehrfachzucker vor. Letzteres schmeckt weniger süß und ist auch als Stärke bekannt. Jegliche Art von Zucker gehört zu den Kohlenhydraten.

Hier findest du eine Liste mit über 120 Zuckernamen.

Die Zuckerarten im Überblick

  • Einfachzucker (Monosaccharid)
  • Zweifachzucker (Disaccharid)
  • Mehrfachzucker (Polysaccharid)

Fruchtzucker (Fruktose)

Traubenzucker (Glukose)

Schleimzucker (Galaktose)

Haushaltszucker (Saccharose) = Glukose + Fruktose

Milchzucker (Laktose) = Glukose + Galaktose

Malzzucker (Maltose) = Glukose + Glukose

Stärke

Ballaststoffe (Cellulose)

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Ist Zucker gefährlich?

Wir haben alle schon gehört, dass Zucker eher schädlich für die Gesundheit ist, aber wie ist das mit Obst und Gemüse? Haben die nicht auch Zucker? Und soll Obst und Gemüse nicht gut für uns sein?

Ein ganz klares JA!

Obst und Gemüse enthalten Zucker, aber sind dennoch essenziell für unsere Gesundheit. Der Grund ist einfach: 

Zucker kommt natürlicherweise in Obst und Gemüse vor und in dieser Form nicht schädlich. Doch gibt es noch ganz anderen Zuckern: Die isolierte und hochkonzentrierte industriell hergestellte Form. Sie findet in vielen Fertigprodukten Verwendung und ist ausgesprochen gesundheitsgefährdend. Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes oder Gicht stellen nur eine kleine Auswahl der möglichen Auswirkungen dieser industriell hergestellten Zuckerarten dar.

 

Was ist jetzt also Zucker genau?

Erstmal möchte ich mit Vorurteilen, oder Mißverständnissen aufräumen.

Zucker ist ein Kohlenhydrat. Und zwar in seiner einfachsten Form. Alle Kohlenhydrate, die wir zu uns nehmen, werden in einfachen Zucker heruntergebrochen. Wenn dann verdaut, wird Zucker in unseren Blutkreislauf als Glukose aufgenommen. Dies ist die Hauptenergiequelle unseres Körpers.

Es gibt sehr, sehr viele Zuckerarten, sich in ihrer Süßkraft unterscheiden: Glukose und Laktose schmecken weniger süß als Saccharose und Fruktose. Trotzdem haben sie – wie alle Kohlenhydrate – nahezu den gleichen Kaloriengehalt: etwa 400 kcal pro 100 g.

Die Zuckerarten haben einen unterschiedlichen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Glukose steigert ihn am schnellsten, Fruktose am langsamsten.

Unten fasse ich einige davon mal zusammen und in welchen natürlichen Lebensmitteln diese gefunden werden und was die einzelnen Zuckerarten überhaupt so in unserem Körper treiben.

Natürliches Vorkommen:
Obst 
Gemüse und
Honig

Art:
Glukose ist ein Monosaccharid (Einfachzucker).

Aufgabe:
Glukose ist der für uns wichtigste Zucker, weil er im Stoffwechsel eine einzigartige Rolle spielt: Er kommt als Blutzucker vor und ist zudem Bestandteil vieler anderer Zuckerarten, etwa Laktose oder Saccharose.

Glukose gelangt vom Darm direkt in die Blutbahn und dient dem Körper damit als schnellster Energielieferant. Ein Nebeneffekt: Glukose lässt den Blutzuckerspiegel schneller ansteigen als normaler Haushaltszucker, hat aber nur 75 Prozent seiner Süßkraft und ist ebenfalls kariesfördernd.

Wenn unser Blutzuckerspiegel niedrig ist, kann unser Körper selbst Glukose herstellen und diesen als sofortige Energiequelle nutzen. Was nicht genutzt wird, speichern wir  in Muskeln und Leber als Glykogen.

Natürliches Vorkommen:
Obst,
Gemüse und
Honig

Art:
Fruktose ist ein Einfachzucker (Monosaccharid)

Aufgabe:
Fruchtzucker kommt trotz seines Namens nicht nur in Obst vor: Allein Haushaltszucker besteht zu 50 Prozent aus Fruktose in gebundener Form.

Auf natürliche Weise enthalten vor allem Beeren, Obst und Honig, aber auch verschiedene Gemüsesorten Fruchtzucker. Er besitzt 120% der Süßkraft von Haushaltszucker und ist damit die süßeste natürliche Zuckerart.

Fruktose wird in der Leber zu Glukose umgewandelt. Zwar führt Fruktose – im Gegensatz zu Glukose – zu einem geringen Anstieg des Blutzuckerspiegels, trotzdem sollte man nicht ständig auf reine Fruktose zum Süßen nutzen, weil sie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie eine Fettleber begünstigen kann.

Zudem gibt es viele Menschen, die an einer Fruktoseintoleranz leiden. Gerade diese Menschen, sollten Süßigkeiten und versteckte Zuckerfallen meiden, da normaler Haushaltsszucker wie oben erwähnt viel Fruktose enthält. Wie Glukose wirkt auch Fruktose schlecht auf die Zähne aus.

 

Natürliches Vorkommen:
Milchprodukte
Weiß- und Rotwein

Auch als Schleimzucker bekannt und ist in den Schleimhäuten vieler Lebewesen enthalten und kommt auch in der Muttermilch vor. Damit ist Galaktose ein bedeutender Energielieferant für Säuglinge.

Das Monosaccharid, ist deutlich weniger süß als Fruktose und Glukose.

Natürliches Vorkommen:
Milchprodukte

Auch bekannt als Milchzucker. Dieser ist ebenfalls in der Muttermilch enthalten. Darüber hinaus kommt er in Kuhmilch und Milchprodukten wie Käse, Quark, Sahne, Joghurt usw. vor.

Lactose steigert den Blutzuckerspiegel langsamer und ist nur etwa ein Viertel so süß wie Saccharose, aber ebenfalls kariogen.

Laktose wirkt sich günstig auf die Verdauung und die Darmbakterien aus, sofern keine Intoleranz vorliegt: Viele Menschen, können Milchzucker durch ein fehlendes Enzym nicht aufspalten.

Natürliches Vorkommen:
Zuckerrohr und Zuckerrübe.

Hier ist wichtig zu erwähnen, dass Saccharose technisch gesehen in den meisten Pflanzen vorkommt. Aber nur Zuckerrohr und Zuckerrüben enthalten genug zum Ernten.

Saccharose ist nichts anderes als normaler weißer Haushaltszucker. Er ist das beliebteste Süßungsmittel und in Lebensmitteln am häufigsten anzutreffen. Saccharose ist ein Zweifachzucker und besteht zu gleichen Teilen aus Glukose und Frukose. Daher sollte man bei einer Fructoseintoleranz nicht nur Früchte, sondern auch zuckerreiche Lebensmittel meiden.

Was genau ist jetzt eigentlich schlecht am Zucker?

Wir bekommen erst ein Problem mit Zucker, wenn wir zuviel davon konsumieren. Sobald unser Körper genug Energie hat, wird der überschüssige Zucker in Fett eingelagert und somit die Fettleibigkeit fördert. Außerdem löst erhöhter Zuckerkonsum eine Stress-Kettenreaktion aus, die uns mit Adrenalin und Cortisol vollpumpt. Das sind jetzt nur zwei von vielen Beispielen. 

Somit hat Zucker zweifelsohne ein sehr schädliches Potenzial. Dass er in sovielen Formen vorkommt, macht uns das Leben nicht leichter.

Besonders in den industralisierten Ländern ist zugesetzter Zucker ein Problem, denn er ist billig in der Herstellung und in fast allen Lebensmittel zu finden, die industriell hergestellt sind.

In Deutschland beläuft sich der Zuckerkonsum auf durchschnittlich 35kg Zucker pro Person. Das sind fast 100g (24 Teelöffel) pro Tag/ pro Person.

Zum Beispiel enthält 250ml Cola 27g Zucker. Apfelsaft in der gleichen Menge, enthält zwischen 25 und 30g Zucker – je nach Marke.

Krass, oder?

Es ist bewiesen, dass Zucker viele chronische Krankheiten unterstützt. Wie z.B. Diabetes, Adipositas und Krebs. Ein weiterer Grund, warum der industrielle Zucker so ungesund ist, ist die Tatsache, dass er im Gegensatz zu natürlichen Obst und Gemüse keine Vitalstoffe enthält.

Oftmals merken wir garnicht, dass wir Zucker essen, weil die Industrie ganz schön kreativ geworden ist, wenn es um Zuckernahmen geht. Somit finden wir in 80% der Lebensmittel im Supermarkt versteckten Zucker.

Glukose

Glukose wird sehr gut verarbeitet und versorgt neben deinem Gehirn auch Muskelgewebe.

Glukose gelangt vom Dünndarm sehr schnell ins Blut. Gemeinsam mit Insulin, das die Bauchspeicheldrüse für den Transport der Glukose bereitstellt, gelangt die Glukose zu ihrer primären Anlaufstelle, der Leber.

Dort wird sie zu einem Teil in Glykogen (der Energiespeicher des Körpers) umgewandelt und gespeichert, während die restliche Glukose über das Blut an alle Körperzellen weitergeleitet wird um direkt verbrannt zu werden. Somit hat Glukose eine wichtige Aufgabe im Körper.

 

Fruktose

Im Gegensatz zur Glukose, die zur Energiegewinnung in den Zellen unverzichtbar ist, ist der Körper auf die Zufuhr von Fruktose nicht angewiesen. Daher gelangt sie auch nur sehr langsam vom Dünndarm ins Blut.

Fruktose wird in der Leber zu Glukose umgewandelt. Aber irgendwann, wenn zuviel Fruktose gegessen wird, kann der Körper Fruktose nicht mehr verstoffwechseln und wird als Fett gespeichert und zu einer Fettleber führen.

Bitte jetzt keine Phobie gegen Obst entwickeln. Der Konsum an zugestzter Fruktose (welcher z.B. 50% unseres Haushaltszuckers ausmacht) führt unterm Strich zu einem unnatürlich hohen Fruktosekonsum.

 

Fazit

Wie jetzt schon mehrmals erwähnt, ist der Zucker, der in industriell hergestellten Lebensmitteln vorkommt, eindeutig nicht gesund.

Aber auch Obst und Gemüse Fruktose – der große Unterschied hier ist, dass sie  aufgrund der Vitamine und Mineralien wichtig in deiner Ernährung.

Den Apfel also nicht von deinem Speiseplan streichen!

Welchen Zucker du zu dir nimmst, spielt eine Rolle.

Ob du eine Schüssel Eiscreme oder eine Schüssel frischer Erdbeeren verspeist also synthetischer vs. natürlicher Zucker, macht einen Unterschied.

Du kannst den Haushaltszucker als künstliche Kohlenhydrate sehen, der dein Essen mit NULL Nährstoffen und leeren Kalorien süsst. Obst spendet auch Fructose und Glucose, jedoch aus natürlichen Früchten, die Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten.

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